Praxistest: FritzBox contra HorstBox

Vor einigen Wochen zwang uns der Aufwall unserer (recht alten Telefonanlage) zu einer Neuanschaffung. Natürlich informierten wir uns über die Nachfolgemodelle unserer alten Telefonanlage (einer Eumex). Die Preise waren jedoch (aus unserer Sicht) für eine reine Telefonanlage mit ca. € 80 bis € 100 viel zu hoch. Wenn wir schon die Technik erneuern, dann sollte das Gerät gerne auch die Router- und Modemfunktionen mit übernehmen können. Als die beiden einzigen Möglichkeiten fanden wir:

  • Die "HorstBox" (von D-Link) - hier die HorstBox DVA-G3342SD Angeboten bei Conrad für ca. € 50
  • Die "FritzBox" (von AVM) - hier die Fritz!Box Fon 7120 WLAN Angeboten bei Amazon für ca. € 110
Wir kauften die günstigere "HorstBox" (mehr Informationen auf der Herstellerseite). Das Anschließen und die Inbetriebnahme gestalteten sich schwieriger als beschrieben und angenommen. Nach ca. 1 Std. liefen aber Telefon und Internet gut. Die an der USB angeschlossenen Geräte erkannte die HorstBox nicht, da keine GDI Drucker ("Windowsdrucker") und mit NTFS formierte Festplatten verarbeitet werden können. Also ein großer Minuspunkt. Die NTFS Festplatten haben wir aufwändig in das FAT32 Format umgewandelt, da der "kurze Weg" (umcodieren der Partitionen mit Totalausfall und Datenlust) sehr wahrscheinlich ist. Das nächste Problem war der Datendurchsatz auf diese USB Festplatten: Für eine ca. 220 MB große Datei benötigt die HorstBox auch gerne mal zwischen 10 und 20 Minuten, was für den täglichen Einsatz heutzutage vollkommen inakzeptabel ist. Zum Vergleich: Ein normales Video hat eine Größe ab ca. 700 MB. Nach Auskunft von D-Link (kostenpflichtige Hotline) ist dieses Verhalten ungewöhnlich und so tauschten wir die HorstBox um. Kurz gesagt: Auch die neue Hardware zeigte starke Schwächen mit den USB Geräten. Ein weiterer, großer Nachteil ist die Rufnummernanzeige (CLIP) auf den angeschlossenen Telefonen. Ist die Telefonnummer des Anrufenden nicht im Telefonbuch der HorstBox erfasst, wird zunächst nur "ANONYMOUS1" im Telefondisplay angezeigt. Nach wenigen Sekunden wechselt die Anzeige dann auf die Rufnummer des Anrufers. Nach einiger Zeit stellte sich diese Technik als äußerst nervig und störend heraus. Wir haben die HorstBox aufgrund dieser o.a. Mängel zurückgegeben. Nicht auf Garantie, sondern auf Mängelrüge). AVM Fritz!Box Fon Notgedrungen mussten wir die höhere Ausgabe für die FritzBox in Kauf nehmen - jedoch hat sich diese Ausgabe bis heute absolut bezahlt gemacht:
  • Äußerst einfache und schnelle Installation Nach ca. 5 Minuten liefen Telefon, Internet und Netzwerk (per integriertem DHCP)
  • Problemfreie Konfiguration Wie auch die HorstBix kann die FritzBox über eine Browseroberfläche eingestellt werden. Die Einstellungen sind (meist) übersichtlich und intuitiv bedienbar.
  • USB Geräte werden erkannt Beide USB Festplatte wurde sofort erkannt und konnten genutzt werden. Für alle anderen USB Geräte stellt die Fritz!Box eine gut Alternative bereit: Die USB Geräte werden direkt an die Computer "durchgereicht", sodaß sie an jedem Computer im Netzwerk verfügbar sind.
  • Der Umfang ist deutlich besser Nicht nur mehr Einstellmöglichkeiten sondern gerade auch die Einfachheit dieser Einstellungen überzeugen sofort. Komfortfunktionen wie integrierte Anrufbeantworter und deren einfache Zuordnung zu einzelnen Telefonnummern oist nahezu perfekt.
  • Das Grät ist deutlich kleiner als die HorstBox Die (weiße) HorstBox braucht ihren Platz. Zudem hat sie sehr helle blaue LEDs, die gerade nachts sehr störend sind. Die deutlich kleiner FritzBox hat "normale" Routergröße und fällt kaum auf. Die LEDs sind nicht zu hell und gut erkennbar.
Unser Fazit Die Fritz!Box ist der HorstBox deutlich überlegen - auch wenn der Recht hohe Preis noch nicht überzeugen kann. Die Technik in der Fritz!Box ist ausgereift und sehr übersichtlich und gut bedienbar.